Die französische Käseherstellung kann auf eine lange Tradition seit der Antike zurückblicken. Heute werden in Frankreich über 1000 Käsesorten produziert, die je nach Region unterschiedliche typische Eigenarten aufweisen. In der französischen Esskultur nimmt Käse einen hohen Stellenwert ein, so rundet eine Spezialitätenplatte jedes vollständige Abendessen ab und gehört stets zu einem guten Rotwein. Französischer Käse wird ebenso wie Wein mit dem Gütesiegel “Appellation d’ Origine Contrôléeaus” (AOC) gekennzeichnet, das eine sorgfältige Lebensmittelkontrolle garantiert.

Weichkäse aus dem Nordosten: Brie und Camembert

Aus den nordöstlichen Landesteilen stammen die milden Weißschimmelkäse, von denen es auch würzigere so genannte “gewaschene” Sorten mit einem rötlich-orangen Schimmer gibt. Bei den Waschungen wird der Käse während der Reifezeit regelmäßig mit Flüssigkeit, zum Beispiel Salzlösung, abgerieben. Am bekanntesten wurden zwar die Sorten Brie und Camembert, aber auch der etwas säuerliche Chaource aus der Grenzregion zwischen Champagne und Burgund und der Neufchâtel aus der Normandie gehören zu den französischen Weichkäsespezialitäten.

Kuhmilchkäse: Munster aus den Hoch-Vogesen und Géramont aus Lothringen

Im deutsch-französischen Grenzland werden verschiedene Käsesorten aus der Milch von Kühen gewonnen, die auf hochgelegenen Almwiesen grasen. Zu den beliebtesten dieser Kuhmilchkäsesorten zählt der Munster oder Münsterkäse aus den Hoch-Vogesen. Auch Vacherin du Haut-Doubs und Mont-d´Or sind Käsedelikatessen, die nur aus der im Herbst und Winter gemolkenen Milch der Hochalmkühe hergestellt werden. Eine ähnliche Spezialität aus Lothringen ist der bekannte Géramont, der zusätzlich mit Edelschimmel behandelt wurde.

Schnitt- und Hartkäse aus den Pyrenäen und dem Zentralmassiv

Die ältesten französischen Käsesorten stammen aus der Alpenregion, dem Zentralmassiv und den Pyrenäen, wo Schnitt- und Hartkäse aus Kuh- oder Ziegenmilch verbreitet sind. So wurde der Hartkäse Cantal schon von Plinius erwähnt, auch Gruyère de Comté und Beaufort werden aus der Milch der in Zentralfrankreich in Hochlagen weidenden Rinderrassen gewonnen. In den Pyrenäen sind dagegen Schnittkäse aus Schafsmilch bekannt, wie Brebis Pyrénées oder Ossau-Iraty.

Edelpilzkäse Roquefort und Bleu D´Auvergne aus Südfrankreich

Der international berühmteste französische Käse ist der mit Blauschimmel geimpfte Roquefort aus dem gleichnamigen Städtchen im Südwesten des Landes. Während es sich bei dieser pikanten Sorte um Schafsmilchkäse handelt, hat sich das Verfahren des Schimmelzusatzes im Inneren des Käselaibs auch bei Kuhmilchprodukten bewährt und zum Beispiel den geschmacklich vergleichbaren Bleu D´Auvergne hervorgebracht. Liebhaber des Edelschimmelkäses finden im Süden zahlreiche weitere Sorten, wie den Bleu des Causses oder den schon seit 1000 Jahren hergestellten Fourme d´Ambert.

Besonders empfehlenswert ist auch Französischer Wein in Kombination mit französischen Käsesorten.

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