Wer gerne Käse mag und den Ursprung dieser Affinität gern ergründen möchte, sollte ihn eventuell direkt vor Ort entdecken. Denn die Qualität dieses Produktes ist eng mit dem Ort seiner Herstellung verbunden. So reizvoll und abwechslungsreich wie das Allgäu, ist auch der von dort stammende Käse. Die Vielfalt der Sorten entsteht, einerseits, durch die stark unterschiedlichen lokalen Klimata und der damit verbundenen Flora, andererseits, durch die eher sporadische Besiedlung.
Wie bei gutem Wein..
Dörfer und Kleinstädte liegen unter Umständen nur per Luftlinie nahe beieinander, sind ansonsten aber autark in der Tradition der Zubereitung von Lebensmitteln. Wie bei gutem Wein, fließt von Anfang bis zum Ende wirklich alles in das Produkt mit ein. Ein sahniger Käse lässt z.B. darauf schließen, dass er von Kühen stammt, die nicht soweit getrieben werden müssen, um an fettes Futter zu kommen. Kantige Käsesorten neigen zu Unverwechselbarkeit. Die Herde muss längere Strecken zurücklegen und bekommt Futter, das nur an sehr spezifischen Orten wächst.
Urlaub im Allgäu
Wer Urlaub im Allgäu macht wird schnell dahinter kommen, dass es nicht „das“ Geheimnis gibt, sondern nur eine Ausgewogenheit in der Vielfalt. Je schneller man das annehmen kann, desto überraschender und erholsamer wird der Urlaub. Eine spezifische Planung für das Erlebnis Allgäu ist also eher kontraproduktiv. Es ist besser, sich gehen lassen zu können. Das ist der Nenner, der wieder mit nach Hause gebracht werden sollte. Denn genießen kann man nur dort, wo die Vielfalt groß genug ist, um das Einzelne schätzen zu lernen. Man sollte sich beim Urlaub im Allgäu, wenn man am kalten Buffet unterm Sonnensegel steht, ruhig von seiner Neugier leiten lassen und nachfragen, woher ein bestimmter Käse kommt. Dass kann eine gelungene Inspiration für den nächsten Ausflug sein.
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